Gäste, die direkt beim Hotel buchen, kehren deutlich häufiger zurück - das zeigt eine aktuelle Analyse. Wer seine Stammgäste pflegt, senkt nicht nur Provisionen, sondern baut einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil auf. Dieser Guide zeigt, warum die Wiederkehrer-Strategie der Schlüssel zu mehr Direktbuchungen ist und wie du sie Schritt für Schritt umsetzt.
Bevor du startest
Bevor du dich in die Welt der Direktbuchungen stürzt, musst du verstehen, warum Stammgäste der wichtigste Hebel sind. Eine aktuelle Analyse des Hotelsoftware-Anbieters Bookboost untersuchte 2,2 Millionen Gäste europäischer Hotelgruppen zwischen 2024 und 2026 und fand heraus: Gäste, die direkt beim Hotel buchen, kehren deutlich häufiger zurück als OTA-Kunden [9]. Das ist kein Zufall, sondern Ergebnis einer anderen Beziehungsdynamik. Wer direkt bucht, hat bewusst den Umweg über die Plattform vermieden - oft wegen eines persönlichen Erlebnisses, eines guten Preises oder schlicht, weil man das Hotel bereits kennt. Diese Gäste sind keine anonymen Buchungsnummern, sondern Menschen mit einer Bindung.
Diese Bindung will gepflegt sein. Und genau hier liegt der Hebel: Stammgäste sind nicht nur die treuesten Direktbucher, sie sind auch die profitabelsten. Sie buchen öfter, bleiben länger, geben mehr aus und empfehlen das Haus weiter. Gleichzeitig kostet ihre Akquise nichts - im Gegensatz zu Neukunden, die oft über teure OTA-Kanäle kommen. Die Analyse von Bookboost zeigt auch: Die Wiederkehrrate ist deutlich höher, wenn die Buchung direkt erfolgt [9]. Das bedeutet: Jede Direktbuchung ist eine Investition in die Zukunft, denn sie erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Gast wiederkommt.
Doch warum ist das so? Gäste, die direkt buchen, erleben das Hotel meist intensiver: Sie haben direkten Kontakt zum Personal, können Sonderwünsche äußern und fühlen sich als Individuum wahrgenommen. OTA-Bucher hingegen bleiben oft anonym, buchen nach Preis und wechseln schnell das Haus. Die emotionale Bindung fehlt. Genau diese emotionale Bindung ist der Schlüssel zu mehr Direktbuchungen - und sie entsteht nicht über Nacht, sondern durch kontinuierliche Pflege.
Bevor du also deine Website optimierst oder Rabattaktionen startest, solltest du deine bestehenden Gäste in den Fokus rücken. Sie sind dein größtes Potenzial für Direktbuchungen - und das oft mit deutlich geringerem Aufwand als die Gewinnung neuer Gäste. Dieser Guide führt dich Schritt für Schritt durch einen Prozess, der genau das nutzt: die Kraft der Stammgäste.
Schritt 1: Verstehe, wer deine Stammgäste sind
Der erste Schritt ist eine Bestandsaufnahme: Wer sind die Gäste, die regelmäßig bei dir buchen? Das klingt banal, wird aber oft übersehen. Viele Hotels haben keine saubere Datenbasis über ihre Gäste - geschweige denn über ihre Stammgäste. Du brauchst aber ein klares Bild, um gezielt zu handeln. Beginne mit deiner Gästedatenbank: Welche Gäste haben in den letzten zwei Jahren mindestens zweimal gebucht? Welche kommen sogar jährlich wieder? Welche buchen direkt oder über OTA? Die Analyse von Bookboost zeigt, dass Direktbucher deutlich häufiger wiederkommen [9] - das heißt: Deine Stammgäste sind wahrscheinlich überproportional direkt gebucht.
Doch die Daten allein reichen nicht. Du musst auch verstehen, warum diese Gäste wiederkommen. Ist es die Lage, das Personal, das Frühstück, der Preis? Ein persönliches Gespräch an der Rezeption oder eine kurze E-Mail nach der Abreise kann hier Wunder wirken. Frage aktiv nach: Was hat Ihnen gefallen? Was können wir verbessern? Diese Informationen sind Gold wert, denn sie zeigen dir, welche Stärken du ausbauen solltest, um noch mehr Gäste zu binden.
Ein häufiger Fehler ist, nur auf die offensichtlichen Stammgäste zu schauen - also die, die ohnehin jedes Jahr kommen. Aber es gibt auch die „stillen Wiederkehrer“, die du gar nicht erkennst, weil sie über verschiedene Kanäle buchen. Nutze deine PMS-Daten, um Muster zu erkennen: Wer bucht häufig, aber unregelmäßig? Wer kommt immer im gleichen Monat? Diese Gäste sind potenzielle Stammgäste, die du aktiv ansprechen kannst.
Ein praktisches Beispiel: Ein kleines Stadthotel stellte fest, dass ein Teil seiner Gäste regelmäßig zu Messen anreiste, aber immer über OTA buchte. Das Hotel begann, diesen Gästen nach dem ersten Aufenthalt einen persönlichen Newsletter mit Messeterminen und Sonderkonditionen zu schicken - mit Erfolg: Viele wechselten zur Direktbuchung. Der Schlüssel war, die Zielgruppe genau zu kennen.
Stolperfalle: Du darfst dich nicht auf Vermutungen verlassen. Nur weil ein Gast zweimal da war, ist er noch kein Stammgast. Analysiere Buchungshistorie, Kommunikationspräferenzen und Feedback. Nur so kannst du gezielt handeln.
Schritt 2: Baue eine persönliche Beziehung auf
Der zweite Schritt ist der wichtigste: eine echte, persönliche Beziehung zu deinen Gästen aufzubauen. Das klingt nach Kitsch, ist aber harte Vertriebsarbeit. Gäste, die sich persönlich abgeholt fühlen, buchen eher direkt - das zeigt auch die Analyse: Direktbucher kehren deutlich häufiger zurück [9]. Der Grund liegt in der emotionalen Bindung. Ein Gast, der beim Check-in mit Namen begrüßt wird, dessen Lieblingsgetränk schon im Zimmer steht oder der eine persönliche Empfehlung fürs Abendessen bekommt, wird dich nicht vergessen.
Diese persönliche Note muss nicht teuer sein. Es beginnt mit kleinen Gesten: eine handschriftliche Karte im Zimmer, ein Willkommensgeschenk für Stammgäste, ein Anruf vor der Anreise, um Sonderwünsche zu klären. Wichtig ist, dass es authentisch wirkt - Gäste spüren sofort, ob etwas nur Routine ist oder von Herzen kommt. Dein Team muss dafür geschult sein, nicht nur standardisierte Abläufe zu erfüllen, sondern echte Gastgeber zu sein.
Doch die Beziehung endet nicht mit der Abreise. Der entscheidende Moment ist die Nachbetreuung: eine persönliche E-Mail mit Dank und der Frage nach dem Befinden, vielleicht mit einem kleinen Rabatt für die nächste direkte Buchung. Diese E-Mail sollte nicht wie ein Newsletter wirken, sondern wie eine Nachricht von einem Freund. Nutze den Namen, erinnere an besondere Erlebnisse, biete etwas an, das zum Gast passt.
Ein Beispiel: Ein Wellnesshotel rief nach jedem Aufenthalt eines Stammgasts an und fragte, ob alles gepasst habe. Das führte nicht nur zu wertvollem Feedback, sondern auch zu einer spürbaren Steigerung der Direktbuchungen - weil sich die Gäste wertgeschätzt fühlten. Der Aufwand war gering, die Wirkung enorm.
Stolperfalle: Übertreibe es nicht. Niemand will nach jedem Aufenthalt eine Flut von Nachrichten. Finde den richtigen Rhythmus - zum Beispiel eine Nachricht zur richtigen Zeit, etwa drei Monate nach dem letzten Aufenthalt, wenn die nächste Reise geplant wird. Und respektiere die Wünsche der Gäste: Wer keine Kommunikation möchte, sollte aus der Liste genommen werden.
Schritt 3: Schaffe Anreize für die direkte Buchung
Der dritte Schritt ist die Schaffung von Anreizen, die die direkte Buchung attraktiver machen als den Umweg über die OTA. Das muss nicht immer der Preis sein - oft sind es Zusatzleistungen, die den Unterschied machen. Ein kostenloses Upgrade, ein Willkommensgetränk, ein Late Check-out oder ein kleiner Spa-Gutschein: Solche Extras sind für dich oft günstiger als die Provision, die du an die Plattform zahlst, und für den Gast deutlich wertvoller.
Wichtig ist, dass die Anreize klar kommuniziert werden - am besten direkt auf der Website, aber auch in der persönlichen Kommunikation. Ein Gast, der ohnehin zögert, ob er direkt oder über die Plattform buchen soll, braucht einen klaren Grund, sich für den direkten Weg zu entscheiden. Das kann eine Preisgarantie sein, aber auch ein Bündel von Vorteilen.
Ein häufiger Fehler ist, die Anreize nur auf Neukunden auszurichten. Dabei sind gerade Stammgäste diejenigen, die du mit kleinen Aufmerksamkeiten binden kannst. Ein Stammgast, der beim fünften Aufenthalt ein kostenloses Abendessen bekommt, wird nicht nur wiederkommen, sondern auch direkt buchen - weil er sich gesehen fühlt.
Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Stadthotel bot seinen Stammgästen bei direkter Buchung ein kostenloses Frühstück und ein Willkommensgeschenk. Die Gäste schätzten das so sehr, dass sie ihre Buchungen zunehmend direkt vornahmen, obwohl der Preis auf der OTA-Plattform manchmal etwas günstiger war. Der Grund: das Gefühl, etwas Besonderes zu sein.
Stolperfalle: Achte darauf, dass die Anreize nicht deine Marge zerstören. Kalkuliere genau, was du dir leisten kannst. Ein kostenloses Upgrade kostet dich nur die Differenz zum Zimmerpreis, eine Flasche Wasser nur wenige Cent - aber der wahrgenommene Wert ist hoch. Und: Kommuniziere die Anreize klar, sonst verpufft ihre Wirkung.
Schritt 4: Optimiere deine Website für direkte Buchungen
Der vierte Schritt ist die Optimierung deiner Website - denn sie ist das Schaufenster für deine Direktbuchungen. Viele Hotels unterschätzen die Bedeutung einer benutzerfreundlichen, vertrauenswürdigen Buchungsstrecke. Eine Umfrage von SiteMinder zeigt: 18 % der Gäste, die ihre Suche auf einer OTA beginnen, buchen letztendlich direkt beim Hotel - ein Anstieg von 3,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr [8]. Das heißt: Viele Gäste sind bereit, direkt zu buchen, aber sie brauchen den richtigen Anlass und eine reibungslose Website.
Achte darauf, dass der Buchungsprozess einfach und schnell ist: wenige Klicks, keine versteckten Kosten, eine klare Bestätigung. Mobile Optimierung ist Pflicht - viele Gäste buchen über das Smartphone. Und: Zeige auf der Startseite deutlich, warum eine direkte Buchung sich lohnt. Nenne die Vorteile, die du in Schritt 3 definiert hast, und mach sie unübersehbar.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Vertrauen. Viele Gäste zögern, direkt zu buchen, weil sie Angst vor versteckten Kosten oder Problemen bei der Stornierung haben. Gib ihnen Sicherheit: transparente Preise, flexible Stornierungsbedingungen, eine klare Kontaktmöglichkeit. Ein Gütesiegel oder eine Bewertungsübersicht auf der Website kann ebenfalls helfen.
Ein Beispiel: Ein Ferienhotel überarbeitete seine Buchungsstrecke, fügte einen Preisvergleich mit der OTA hinzu und bot einen exklusiven Tarif für Direktbucher an. Die Folge: Die Direktbuchungen stiegen deutlich, und die Gäste, die direkt buchten, waren zufriedener - weil sie den besten Preis und die besten Konditionen bekamen.
Stolperfalle: Unterschätze nicht den Aufwand. Eine gute Website ist kein einmaliges Projekt, sondern muss kontinuierlich gepflegt werden. Teste regelmäßig die Buchungsstrecke, lies das Feedback der Gäste und verbessere die Benutzerfreundlichkeit. Und: Achte darauf, dass die Website schnell lädt - lange Ladezeiten schrecken Gäste ab.
Schritt 5: Nutze E-Mail-Marketing gezielt
Der fünfte Schritt ist der Aufbau eines gezielten E-Mail-Marketings, das deine Stammgäste anspricht. E-Mail ist einer der effektivsten Kanäle, um Beziehungen zu pflegen und Direktbuchungen zu fördern. Die Analyse von Bookboost zeigt, dass Direktbucher häufiger wiederkommen [9] - und genau diese Wiederkehrer kannst du mit persönlichen E-Mails aktivieren.
Beginne damit, eine Liste deiner Gäste aufzubauen - am besten mit deren Einverständnis. Bei der Abreise kannst du um die E-Mail-Adresse bitten, mit dem Hinweis auf exklusive Vorteile für Direktbucher. Oder du bietest auf deiner Website einen Newsletter an, der mit einem kleinen Anreiz lockt - etwa einem Rabatt auf die nächste direkte Buchung.
Die Inhalte deiner E-Mails sollten nie generisch sein. Personalisiere sie: Sprich den Gast mit Namen an, erinnere an seinen letzten Aufenthalt, schlage passende Angebote vor. Ein Gast, der im Sommer mit der Familie kommt, freut sich über ein Angebot für die nächsten Sommerferien. Ein Geschäftsreisender über ein Messepaket.
Ein Beispiel: Ein Berghotel verschickte nach dem Winterurlaub eines Stammgasts eine E-Mail mit Fotos vom Aufenthalt und einem Frühbucher-Rabatt für den nächsten Winter. Der Gast buchte prompt direkt - weil er sich erinnert fühlte und einen konkreten Anreiz hatte.
Stolperfalle: Übertreibe es nicht mit der Frequenz. Zwei bis vier E-Mails pro Jahr sind für Stammgäste ideal - mehr wirkt aufdringlich. Und: Achte auf die rechtlichen Vorgaben zur E-Mail-Werbung. Hol dir immer das Einverständnis und biete eine einfache Abmeldung an.
Schritt 6: Binde Stammgäste über ein Treueprogramm
Der sechste Schritt ist die Einführung eines Treueprogramms, das speziell auf direkte Buchungen ausgerichtet ist. Ein Treueprogramm ist mehr als ein Rabattsystem - es ist ein Instrument, um Gäste emotional zu binden und sie zu regelmäßigen Direktbuchungen zu motivieren. Die Analyse von Bookboost zeigt, dass Direktbucher häufiger wiederkommen [9] - ein Treueprogramm kann diesen Effekt verstärken.
Überlege, welche Vorteile du bieten kannst: Punkte, die bei direkten Buchungen gesammelt werden, kostenlose Upgrades, ein kostenloses Nachtessen, ein Willkommensgeschenk. Wichtig ist, dass die Vorteile klar kommuniziert werden und dass sie für den Gast einen echten Wert haben. Ein einfaches System, das der Gast versteht, ist besser als ein komplexes Punktesystem, das niemand durchblickt.
Ein Treueprogramm muss nicht teuer sein. Oft reichen kleine Aufmerksamkeiten: eine Flasche Wein im Zimmer, ein kostenloser Parkplatz, ein später Check-out. Der Schlüssel ist, dass der Gast das Gefühl hat, etwas Besonderes zu sein. Und: Verknüpfe das Treueprogramm mit deiner Website - nur direkte Buchungen sollten belohnt werden, sonst förderst du die OTA-Nutzung.
Ein Beispiel: Ein Stadthotel führte ein einfaches Stempelkarten-System ein: Jede direkte Buchung brachte einen Stempel, nach fünf Stempeln gab es eine kostenlose Nacht. Die Gäste fanden das charmant und buchten zunehmend direkt, um ihre Karte zu füllen. Die Kosten waren minimal, die Wirkung auf die Direktbuchungen deutlich.
Stolperfalle: Achte darauf, dass dein Treueprogramm nicht zu kompliziert ist und dass es rechtlich einwandfrei ist. Und: Vergiss nicht, das Programm aktiv zu bewerben - im Zimmer, an der Rezeption, auf der Website. Nur was der Gast kennt, kann er auch nutzen.
Schritt 7: Bitte aktiv um Bewertungen
Der siebte Schritt ist die aktive Bitte um Bewertungen - denn positive Bewertungen sind ein starkes Argument für Direktbuchungen. Gäste lesen Bewertungen, bevor sie buchen, und eine gute Bewertung auf Google oder einem Bewertungsportal kann den Ausschlag für die direkte Buchung geben. Die Analyse von Bookboost zeigt, dass Direktbucher häufiger wiederkommen [9] - und diese zufriedenen Gäste sind die besten Botschafter.
Bitte deine Gäste nach dem Aufenthalt aktiv um eine Bewertung - am besten persönlich oder per E-Mail. Mach es ihnen leicht: Gib den Link zur Bewertungsplattform direkt an und erkläre, wie es funktioniert. Und: Reagiere auf jede Bewertung, egal ob positiv oder negativ. Das zeigt, dass dir das Feedback wichtig ist.
Positive Bewertungen kannst du auf deiner Website präsentieren - das stärkt das Vertrauen und fördert Direktbuchungen. Achte darauf, dass die Bewertungen authentisch wirken und nicht zu glatt sind. Eine Mischung aus verschiedenen Bewertungen ist glaubwürdiger als nur perfekte Fünf-Sterne-Rezensionen.
Ein Beispiel: Ein Bed & Breakfast bat jeden Gast nach der Abreise um eine Bewertung auf Google und bedankte sich persönlich für jede Rezension. Die Folge: Die Zahl der Bewertungen stieg deutlich, und viele neue Gäste kamen, weil sie die positiven Bewertungen gelesen hatten - und buchten direkt, weil sie dem Haus vertrauten.
Stolperfalle: Übe keinen Druck auf Gäste aus, nur positive Bewertungen zu hinterlassen. Authentizität ist wichtiger als Perfektion. Und: Vergiss nicht, auf negative Bewertungen professionell zu reagieren - das zeigt, dass du Kritik ernst nimmst.
Schritt 8: Nutze Social Media und Community
Der achte Schritt ist die Nutzung von Social Media und Community, um deine Stammgäste zu erreichen und zur direkten Buchung zu motivieren. Social Media ist kein Verkaufskanal im engeren Sinne, aber ein Ort, an dem Beziehungen entstehen und gepflegt werden. Die Analyse von Bookboost zeigt, dass Direktbucher häufiger wiederkommen [9] - und Social Media kann diese Bindung verstärken.
Zeig auf deinen Kanälen, was dein Haus besonders macht: Einblicke hinter die Kulissen, Geschichten von Mitarbeitern, Fotos von Events, Tipps für die Umgebung. Lade deine Gäste ein, ihre Erlebnisse zu teilen - mit einem eigenen Hashtag. Das schafft eine Community, die sich mit deinem Haus identifiziert.
Nutze Social Media auch, um exklusive Angebote für deine Follower zu kommunizieren - zum Beispiel einen Rabatt für direkte Buchungen. Wichtig ist, dass die Angebote klar als Vorteil für Direktbucher erkennbar sind. Und: Reagiere auf Kommentare und Nachrichten, zeig Präsenz.
Ein Beispiel: Ein Strandhotel startete eine Instagram-Kampagne, bei der Gäste ihre Urlaubsfotos mit einem bestimmten Hashtag posten konnten. Die schönsten Fotos wurden auf der Website veröffentlicht - und die Teilnehmer fühlten sich als Teil der Hotel-Familie. Viele buchten daraufhin direkt, um wieder Teil dieser Community zu sein.
Stolperfalle: Social Media ist kein Selbstläufer. Du musst regelmäßig Inhalte posten und mit deiner Community interagieren. Und: Achte darauf, dass deine Social-Media-Aktivitäten zu deiner Marke passen - Authentizität ist wichtiger als Perfektion.
Schritt 9: Messe den Erfolg und justiere nach
Der neunte Schritt ist die kontinuierliche Messung und Anpassung deiner Strategie. Du kannst nur verbessern, was du misst. Die Analyse von Bookboost zeigt, dass Direktbucher häufiger wiederkommen [9] - aber das heißt nicht, dass du dich zurücklehnen kannst. Du musst wissen, welche Maßnahmen wirken und welche nicht.
Definiere klare Kennzahlen: Wie viele Direktbuchungen kommen von Stammgästen? Wie hoch ist die Wiederkehrrate? Welche Anreize werden am häufigsten genutzt? Welche E-Mails haben die höchste Öffnungsrate? Nutze die Daten, um deine Strategie zu optimieren.
Ein wichtiger Indikator ist der Anteil der Direktbuchungen insgesamt. Die DEHOGA NRW berichtet, dass die Individualhotellerie ihren Anteil an den Online-Direktbuchungen im Vergleich zu 2021 um 26,6 % steigern konnte [10]. Das zeigt: Es ist möglich, den OTA-Anteil zu reduzieren - aber nur mit einer konsequenten Strategie.
Ein Beispiel: Ein Stadthotel führte ein monatliches Reporting ein, das die Direktbuchungen nach Segmenten aufschlüsselte. So erkannte es, dass Geschäftsreisende besonders gut auf persönliche E-Mails reagierten, während Familien eher auf Treueprogramme ansprachen. Die Folge: Die Maßnahmen wurden gezielter eingesetzt, und die Direktbuchungen stiegen weiter.
Stolperfalle: Lass dich nicht von einzelnen Kennzahlen blenden. Betrachte das Gesamtbild: Direktbuchungen, Wiederkehrrate, Gästezufriedenheit, Umsatz. Und: Sei geduldig - nicht jede Maßnahme wirkt sofort. Manchmal braucht es Monate, bis sich eine Strategie auszahlt.
Häufige Fehler
Einer der häufigsten Fehler ist, die Stammgäste zu vernachlässigen und sich nur auf Neukunden zu konzentrieren. Dabei sind Stammgäste die profitabelsten Gäste - sie buchen direkt und kommen wieder. Die Analyse von Bookboost zeigt, dass Direktbucher deutlich häufiger zurückkehren [9]. Wer das ignoriert, verschenkt Potenzial.
Ein weiterer Fehler ist, Direktbuchungen nur über den Preis zu fördern. Das führt zu einem Preiskampf mit den OTAs, den du nicht gewinnen kannst. Besser sind Zusatzleistungen und emotionale Bindung. Ein Gast, der sich persönlich abgeholt fühlt, bucht auch dann direkt, wenn die OTA etwas günstiger ist.
Auch die fehlende Nachbetreuung ist ein häufiger Fehler. Viele Hotels kümmern sich nur während des Aufenthalts um ihre Gäste - und dann ist Funkstille. Dabei ist die Zeit nach der Abreise entscheidend für die Bindung. Ein persönlicher Dank, eine Frage nach dem Befinden, ein Angebot für den nächsten Aufenthalt: Das macht den Unterschied.
Ein weiterer Fehler ist, die Website zu vernachlässigen. Eine langsame, unübersichtliche Buchungsstrecke schreckt Gäste ab. Die Umfrage von SiteMinder zeigt, dass 18 % der Gäste, die auf einer OTA starten, letztendlich direkt buchen [8] - aber nur, wenn die Website überzeugt. Investiere in eine gute User Experience.
Schließlich unterschätzen viele Hotels den Aufwand für E-Mail-Marketing und Treueprogramme. Sie erwarten sofortige Ergebnisse und geben auf, wenn nicht sofort etwas passiert. Dabei braucht Beziehungsaufbau Zeit. Sei geduldig und konsequent.
Nächste Schritte
Jetzt hast du einen klaren Plan, wie du mit Stammgästen deine Direktbuchungen steigerst. Beginne mit den ersten Schritten: Analysiere deine Gästedaten, baue persönliche Beziehungen auf, schaffe Anreize. Setze nicht alles auf einmal um - sondern starte mit den Maßnahmen, die am schnellsten Wirkung zeigen.
Ein guter erster Schritt ist die Einführung eines einfachen Treueprogramms und die Optimierung deiner Website. Beides kannst du ohne großes Budget umsetzen. Die Analyse von Bookboost zeigt, dass Direktbucher häufiger wiederkommen [9] - das ist dein Fundament.
Denke auch an die langfristige Perspektive: Der Anteil der Online-Direktbuchungen in der Individualhotellerie ist in Deutschland zwischen 2021 und heute um 26,6 % gestiegen [10]. Das zeigt, dass der Trend zu Direktbuchungen da ist - du musst ihn nur nutzen.
Verknüpfe alle Maßnahmen mit deiner Marke und deiner persönlichen Note. Deine Stammgäste sind deine besten Botschafter - pflege sie, und sie werden dich mit Direktbuchungen belohnen. Und vergiss nicht: Jede direkte Buchung ist ein Schritt weg von der OTA-Abhängigkeit und hin zu mehr Unabhängigkeit.
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